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Internationaler Frauentag

Veröffentlicht am: 08.03.2026

Heute, am 8. März 2026, ist Internationaler Frauentag.

Der Weltfrauentag ist nicht nur ein Tag der Solidarität, der bisherigen Errungenschaften und der Gleichberechtigung – sondern auch ein Tag der unbequemen Wahrheiten. Heute möchten wir auf ein sehr wichtiges Thema aufmerksam machen, das alle gesellschaftlichen Schichten betrifft.

Jede dritte Frau in Deutschland wird im Laufe ihres Lebens Opfer von körperlicher oder sexueller Gewalt – jede vierte davon durch einen (Ex-)Partner. Diese Gewalt findet häufig im sozialen Umfeld statt – durch (Ex-)Partner, Familienmitglieder oder vertraute Personen. Sie hat nicht nur körperliche, sondern auch gravierende psychische, soziale und wirtschaftliche Folgen.

Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter:

  • Häusliche Gewalt
  • Sexualisierte Gewalt
  • Stalking
  • Cybermobbing
  • Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

Gewalt hinterlässt Spuren, die einen oft ein Leben lang begleiten. Neben körperlichen Verletzungen sind Depressionen, Angststörungen, posttraumatische Belastungsstörungen und soziale Isolation häufige Folgen. Viele Betroffene verlieren finanzielle Sicherheit, berufliche Perspektiven oder ihr soziales Umfeld.

Was können wir dagegen tun?

  • Sexistische Sprüche nicht stehen lassen
  • Betroffenen zuhören und sie ernst nehmen
  • Hilfeangebote kennen und weitergeben – auch bei uns in der Praxis finden Sie im Wartebereich Plakate und Flyer
  • Politisches Engagement zeigen
  • Jungen und Männer in die Präventionsarbeit mit einbeziehen

Veränderung beginnt im Alltag – in Sprache, Haltung und Handlung!

Das internationale SOS-Handzeichen („Signal for Help") ist ein stiller Hilferuf bei häuslicher Gewalt oder Bedrohung.

Andere Codewörter, die man in Bars, auf Festivals oder bei öffentlichen Veranstaltungen nutzen kann:

  • „Ist Luisa hier?" / „Hast du Luisa gesehen?"
  • „Maske 19" – in Apotheken
  • „Wo geht's nach Panama?" – auf Festivals

Sollten Sie einen Hilferuf, ein Merkmal oder Veränderungen erkennen:

  • Ruhe bewahren und sich selbst Unterstützung holen
  • Notruf 110 wählen
  • Der betroffenen Person diskret anbieten, in ein sicheres Umfeld zu kommen
  • Den Täter nicht mit den Geschehnissen konfrontieren
  • Sich selbst nicht in Gefahr bringen

Möge unser Engagement nicht am Weltfrauentag enden, sondern im Alltag sichtbar werden – klar, konsequent und solidarisch.

Ihr Team des FER Bad Oldesloe

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